HR-Marketing: So machen Texter Stellenanzeigen

Von Mirja Stöcker
Im Wettbewerb um die besten Auszubildenden und Mitarbeitenden reichen 08/15-Stellenausschreibungen nicht mehr aus. Kreative und dennoch seriöse Texte für Ausbildungsbeschreibungen und Stellenanzeigen sind aber ein wichtiger Teil Ihres HR-Marketings und eine ganz besondere Textform und Kunst. Ich bin Texterin für Marketingkommunikation und verrate Ihnen, was einzigartige Texte für Ihr Recruiting ausmacht.

Stellenanzeigen im HR-Deutsch

Es gibt dieses HR-Deutsch, das man in den meisten Stellenanzeigen liest. Es erfüllt offenbar gewisse formale Kriterien, an die Unternehmen sich halten möchten. Das Dumme daran: Fast alle Texte aus dem HR-Marketing klingen aus diesem Grund gleich. Und noch schlimmer: Dieses HR-Deutsch versprüht maximal den Charme einer Stubenfliege. Um gefragte Fachkräfte zu überzeugen, reicht das nicht. Und gute Azubis kriegt man so auch nicht hinter der Playstation hervor.

Corporate Language und Stellenanzeige 

Idealerweise haben Sie für Ihr Unternehmen ja eine Corporate Language definiert. Welchen Grund kann es geben, Stellenausschreibungen und Ausbildungstexte nicht im selben Stil zu verfassen? Ehrlich gesagt fällt mir keiner ein. Erst wenn Ihre Unternehmenssprache von A bis Z durchgezogen wird, können Leser und Bewerber ein konsistentes Bild von Ihnen erhalten. Und wenn man beim Lesen merkt, dass es sich wirklich um einen individuellen Text handelt, der eben nicht genau so auch beim Mitbewerber stehen könnte, spürt man doch, worauf man sich als Bewerber da einlässt. 

Stellenanzeige individualisieren

Nehmen wir zum Beispiel einen Mechatroniker. Dessen Arbeitsalltag sieht keineswegs überall exakt gleich aus. Es macht doch einen Unterschied, an welchen Maschinen er arbeitet. Und wenn Sie als Unternehmen in der Stellenanzeige nicht spürbar werden, verschenken Sie Potenzial. Das ist dort besonders katastrophal, wo ein großer Wettbewerb um Kandidaten herrscht. Also zum Beispiel wenn es um die Besetzung von Lehrstellen gibt. Angenommen, der Mechatroniker arbeitet bei Ihnen mit einer ganz neuen Generation von Robotern, sollte das also unbedingt erwähnt werden. Denn es ist etwas Besonderes. Und von dem Besonderen, das Sie zu bieten haben, sollten Ihre Kandidaten wissen. Da darf im Text der Stellenanzeige auch ruhig ein spannender Satz zu Ihren Produkten fallen. Schließlich sollten neue Mitarbeitende sich für die tatsächlich auch begeistern. Nur: Es muss wirklich ein spannender Satz sein!

Die Insights der Kandidaten integrieren

Um auf den Mechatroniker zurückzukommen: Für ihn sollte in der Stellenanzeige erkennbar werden, was in Ihrem Maschinenpark das Herz eines Mechatronikers höher schlagen lässt. Die Insights der Zielgruppe kennen und adressieren – so nennen wir das im Marketing. Und für das HR-Marketing gilt dasselbe. Die neuste Robotergeneration ist in diesem Fall also möglicherweise beides: Individualisierung (wie sieht denn Ihr Maschinenpark aus?) und das ausschlaggebende Argument für einen Kandidaten, seine Bewerbung abzuschicken.

Das 3-Kriterien-Fazit vom Texter für richtig gute Stellenanzeigen

Zusammengefasst geht es um drei Dinge, die Stellenanzeigen im Rahmen Ihres HR-Marketings attraktiver machen können:

  • Die Stellenanzeige ist in Ihrer unverwechselbaren Corporate Language verfasst.
  • Die Stellenanzeige macht deutlich, warum Ihr Unternehmen dem Kandidaten der jeweiligen Fachrichtung einen richtig tollen Arbeitsplatz bietet.
  • Die Stellenanzeige vollzieht einen Perspektivwechsel: Sie geht auf das ein, was Ihre Wunschkandidaten interessiert.

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21.07.2020

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